INVESTOR RELATIONS CENTER

Allianz SE

News Detail

DGAP-Ad-hoc News vom 07.11.2008

Allianz SE:Operatives Ergebnis von 1,6 Mrd. Euro in Q3 und 6,5 Mrd. Euro in den ersten neun Monaten erreicht

Allianz SE / Quartalsergebnis

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.


•Dresdner Bank als nicht-fortgeführtes Geschäft (1) bilanziert; Umsetzung der Transaktion läuft nach Plan
•Quartalsüberschuss aus fortgeführtem Geschäft von 545 Mio. Euro 
•Quartalsverlust unter Berücksichtigung des nicht-fortgeführten Geschäfts von 2,0 Mrd. Euro
•Solvabilitätsquote von 157 Prozent 

Die Allianz Gruppe hat auch im dritten Quartal 2008 ihre Finanz- und Ertragskraft bewahrt, obwohl die Turbulenzen an den Aktienmärkten und ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld das Geschäft der gesamten Finanzdienstleistungsbranche schwer getroffen haben. Der gesamte Umsatz sank im dritten Quartal 2008 leicht um 3,8 Prozent auf 21,1 Mrd. Euro von 21,9 Mrd. Euro im dritten Quartal 2007. Das operative Ergebnis ging von 2,6 Mrd. Euro im Vorjahresquartal auf 1,6 Mrd. Euro zurück. Der Quartalsüberschuss aus fortgeführtem Geschäft betrug im dritten Quartal 545 Mio. Euro, verglichen mit 2,0 Mrd. Euro im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.

In den ersten neun Monaten 2008 erzielte die Allianz Gruppe ein operatives Ergebnis von 6,5 Mrd. Euro nach 7,7 Mrd. Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Nettoergebnis aus fortgeführtem Geschäft erreichte 4,2 Mrd. Euro nach 6,1 Mrd. Euro in den ersten neun Monaten 2007.
Die schwierigen Bedingungen am Kapitalmarkt haben im dritten Quartal eine negative Auswirkung auf Umsatz und operativen Gewinn des Lebensversicherungs- und Asset-Management-Geschäfts gehabt. Die Schaden- und Unfallversicherung, das größte Geschäftssegment der Allianz Gruppe, hat sich widerstandsfähig gezeigt.

Die Dresdner Bank wird auf Grund ihres Verkaufs rückwirkend zum 1. September 2008 als 'nicht-fortgeführtes Geschäft' bilanziert. Aus diesem nicht-fortgeführten Geschäft resultiert im dritten Quartal ein Verlust von 2,6 Mrd. Euro. Dieser setzt sich zusammen aus einem Nettoergebnis der Dresdner Bank von minus 1,2 Mrd. Euro im dritten Quartal sowie transaktionsbedingten Abschreibungen nach IFRS 5 von 1,4 Mrd. Euro.
Der gesamte Nettoverlust der Allianz liegt im dritten Quartal bei 2,0 Mrd. Euro, verglichen mit einem Nettogewinn von 1,9 Mrd. Euro im Vorjahresquartal.

Mit einem Eigenkapital von 37,5 Mrd. Euro bleibt die Kapitalausstattung der Allianz Gruppe ebenso auf einem hohen Niveau wie die Solvabilitätsquote von 157 Prozent (2), in der bereits eine anteilige Dividende von 1,6 Mrd. Euro berücksichtigt ist.

Die Schaden- und Unfallversicherung hat im dritten Quartal ein solides Ergebnis erzielt. Die Bruttoprämieneinnahmen stiegen im Berichtszeitraum auf 10,8 Mrd. Euro von 10,7 Mrd. Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bereinigt um Wechselkursschwankungen und Konsolidierungseffekte erhöhte sich der Umsatz um 7,8 Prozent.

Das operative Ergebnis sank im dritten Quartal 2008 auf 1,2 Mrd. Euro von 1,5 Mrd. Euro im dritten Quartal 2007. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückzuführen: Die Kreditversicherung verzeichnete Zahlungsverzögerungen, da viele Lieferanten von einem Liquiditätsengpass betroffen waren. Das US-Agrargeschäft musste Ende September Verluste auf Grund des Preisverfalls bei Rohstoffen verkraften.
Die Kostenquote verringerte sich im dritten Quartal auf 26,2 Prozent von 27,6 Prozent im Vorjahresquartal. Die Combined Ratio betrug im gleichen Zeitraum 96,2 Prozent und lag damit über den 94,1 Prozent des Vorjahreszeitraumes.

In der Lebens- und Krankenversicherung gingen die Prämieneinnahmen im dritten Quartal auf 9,4 Mrd. Euro zurück, verglichen mit 10,2 Mrd. Euro im dritten Quartal des vergangenen Jahres. Die Bedingungen an den Finanzmärkten haben sich negativ auf den Absatz der fondsgebundenen Produkte ausgewirkt, der um 1,3 Mrd. Euro nachgab, während die Prämieneinnahmen aus den klassischen Lebensversicherungsprodukten im Jahresvergleich deutlich um 10 Prozent oder 400 Mio. Euro zulegten. Vor allem Deutschland, die Schweiz und Frankreich legten im klassischen Lebensversicherungsgeschäft zu.

Der Abschwung an den Finanzmärkten belastete das operative Ergebnis aus Kapitalanlagen mit Abschreibungen von 1,6 Mrd. Euro sowie mit rund 500 Mio. Euro geringeren realisierten Gewinnen als noch im dritten Quartal 2007. Das operative Ergebnis im dritten Quartal 2008 verringerte sich auf 218 Mio. Euro von 873 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Allianz Banking, zu dem nun in Deutschland die Oldenburgische Landesbank (OLB), eine Million von Allianz Agenturen geworbene Kunden sowie das Allianz Bankgeschäft in Italien, Frankreich und New Europe gehören, hat im dritten Quartal 2008 operative Erträge in Höhe von 123 Mio. Euro erzielt. Im dritten Quartal fiel das operative Ergebnis auf minus 17 Mio. Euro von minus 14 Mio. Euro im Vorjahresquartal.

Die Dresdner Bank, jetzt als nicht-fortgeführtes Geschäft ausgewiesen, erzielte im dritten Quartal operative Erträge von 747 Mio. Euro, nach 1,2 Mrd. Euro im Vorjahresquartal. Das Bankgeschäft hatte weiterhin unter den schwachen und volatilen Märkten zu leiden. Das operative Ergebnis sank im dritten Quartal auf minus 835 Mio. Euro gegenüber 87 Mio. Euro Gewinn im Vorjahr.

Die Kernkapitalquote (Tier I) der Dresdner Bank lag per Ende September bei 8,1 Prozent.

Im Asset Management gingen die operativen Erträge im dritten Quartal auf 698 Mio. Euro zurück nach 803 Mio. Euro im dritten Quartal des Vorjahres. Das operative Ergebnis wurde stark von Wechselkurs- und Kapitalmarkteffekten beeinflusst und lag bei 186 Mio. Euro, was einem Rückgang von 44 Prozent im Vergleich zum starken Vorjahresquartal entspricht, als das operative Ergebnis 330 Mio. Euro betrug.
Die verwalteten Kapitalanlagen für Dritte stiegen zum Ende des Quartals auf 754 Mrd. Euro. Zum Ende des Vorquartals hatten sie bei 740 Mrd. Euro gelegen. Trotz des zunehmend herausfordernden Umfelds betrugen die Mittelzuflüsse im Quartal 5,6 Mrd. Euro. Ein negativer Kapitalmarkteffekt von 44 Mrd. Euro wurde durch einen positiven Wechselkurseffekt von 53 Mrd. Euro überkompensiert.

Ausblick

'Unsere Aussagen zum Vorbehalt in Bezug auf die Finanzmärkte hatten nie eine größere Bedeutung als in diesem Quartal. Ohne eine umfassende Erholung der Aktienmärkte werden wir unser Ziel eines operativen Ergebnisses ohne das Bankgeschäft von 9 Mrd. Euro in diesem Jahr und auch 2009 nicht erreichen können. Zuverlässige Aussagen über künftige Erträge sind in diesem Umfeld kaum möglich', sagte Helmut Perlet und fügte hinzu: 'Das operative Ergebnis von 6,5 Mrd. Euro von Januar bis September ist ein Beleg für die fundamentale Stärke unseres Geschäfts.'

(1) Mit Bekanntgabe des Verkaufs wurde der verkaufte Teil der Dresdner Bank als 'zu Veräußerungszwecken gehalten' (Held-for-Sale) und als 'aufgegebener Geschäftsbereich' qualifiziert. Aus diesem Grund werden die Ergebnisse der Teile der Dresdner Bank, die an die Commerzbank veräußert werden, in all unseren operativen Erträgen und Ergebniszahlen für fortzuführende Geschäftsbereiche nicht mehr berücksichtigt.

(2) Solvabilität berechnet gemäß des von der BaFin veröffentlichten Änderungsentwurfs der FkSolV, welcher die Behandlung von unrealisierten Gewinnen/Verlusten auf das Anleiheportfolio revidiert
Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend angegebenen Vorbehalten.

Ende der Mitteilung.



Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Mitteilung:
Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Soweit wir in dieser Meldung Prognosen oder Erwartungen äußern oder die Zukunft betreffende Aussagen machen, können diese Aussagen mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen können sich eventuell Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der anschließenden Integration von Unternehmen und aus Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem auch aus dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen, Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -tendenzen und, insbesondere im Bankbereich, aus der Ausfallrate von Kreditnehmern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte und der Wechselkurse, sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die hier dargestellten Sachverhalte können auch durch Risiken und Unsicherheiten beeinflusst werden, die in den jeweiligen Meldungen der Allianz SE an die US Securities and Exchange Commission beschrieben werden. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung Zukunftsaussagen zu aktualisieren.

Keine Pflicht zur Aktualisierung 
Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Meldung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
07.11.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
 
Sprache:      Deutsch
Emittent:     Allianz SE
              Königinstr. 28
              80802 München
              Deutschland
Telefon:      +49 (0)89 38 00 - 41 24
Fax:          +49 (0)89 38 00 - 38 99
E-Mail:       investor.relations@allianz.com
Internet:     www.allianz.com
ISIN:         DE0008404005
WKN:          840400
Indizes:      DAX-30, EURO STOXX 50
Börsen: Regulierter Markt in Berlin, Frankfurt (Prime Standard), Hannover, Düsseldorf, Stuttgart, München, Hamburg; Terminbörse EUREX; Auslandsbörse(n) London, NYSE, SWX  
Ende der Mitteilung DGAP News-Service  



Diese Inhalte werden Ihnen präsentiert von der .